FOS-CE

Auf den Blumenwiesen des Monte Baldo, zwischen dem Gardasee und dem Etschtal, empfängt das Rifugio Fos-ce die Besucher, die das Naturschutzgebiet Bes-Corna Piana erforschen und herausfinden möchten, warum diese Berggruppe den Beinamen „Garten Europas“ verdient. Die Hütte wurde 1981 von der SAT Brentonico an dem Platz einer alten Malga gebaut und ist Ziel vieler Familien mit Kindern, die hier oben viel Raum und Möglichkeiten zum Toben haben.ÖffnungszeitenDezember – März an den Wochenenden, in der Weihnachtszeit jeden Tag20. Juni – 20. SeptemberBevor Sie Ihre Wanderung starten, kontaktieren Sie immer den Hüttenwirt, um die Öffnung zu überprüfenRoutenDie Hütte befindet sich im Naturschutzgebiet Bes-Corna, das 1972 eingerichtet wurde, um das 150 ha-große Blumenerbe des Monte Baldo zu schützen. Der Gipfel des Monte Altissimo mit dem Rifugio Damiano Chiesa ist leicht in 2,30 Stunden Gehzeit (Schwierigkeitsgrad: E) über die Bocca del Crèer zu erreichen. Ebenfalls von der Bocca del Crèer kann man den Osthang des Monte Altissimo überqueren und an der Malga Campo vorbei über die Bocca del Monticello bis zur Ortschaft Festa gelangen (Gehzeit: 2,45 Stunden, Schwierigkeitsgrad: E).

Rifugio Passo Pertica

Dort, wo sich die Straßen aus dem Trentino und dem Veneto treffen, befindet sich das Rifugio Passo Pertica auf 1530 m Höhe in der Carega-Gruppe. Die Hütte wurde 1964 von der Familie Cappelletti an der Militärstraße gebaut, die vom Rifugio Revolto heraufkommt und dann Richtung Rifugio Pompeo Scalorbi weiterführt. Wer zu dieser Hütte hinaufsteigt, möchte in die Natur des Naturparks Campobrun eintauchen und die Carega-Gruppe erforschen. Auch im Winter, wenn die Hütte nur an den Wochenenden geöffnet ist.Öffnungszeiten15. Juni – 20. September und 24. Dezember – 6. Januar jeden Tagin den anderen Monaten an den WochenendenBevor Sie Ihre Wanderung starten, kontaktieren Sie immer den Hüttenwirt, um die Öffnung zu überprüfenRoutenVom Rifugio Passo Pertica erreicht man das Rifugio Pompeo Scalorbi in weniger als 1 Stunde Gehzeit auf der Militärstraße (Schwierigkeitsgrad: T). Man hat nach der zweiten Kehre die Möglichkeit, Richtung Rifugio Mario Fraccaroli – Cima Carega abzubiegen (Gehzeit: 2,30 Stunden, Schwierigkeitsgrad: E). Das Rifugio Mario Fraccaroli ist auch über den Pojesi-Klettersteig und Cengia di Pertica erreichbar (Gehzeit: 3,30 Stunden, Schwierigkeitsgrad: EEA).

Rifugio Pompeo Scalorbi

Auch Cesare Battisti staunte – im Juni 1916, wenige Wochen bevor er vom österreichisch-ungarischen Heer gefangengenommen wurde – über die Schönheit der Blumen und der Vegetation des tiefen Tales von Campobrun, in dem 1952 die Alpinisten von Verona das Rifugio Pompeo Scalorbi errichteten. Diese Region wurde 1971 zum Naturreservat erklärt, dort wo zur Zeit des ersten Weltkriegs der Versorgungsraum des italienischen Heeres war. Dies zeigen die alten Militärstraßen, die heute noch das Tal durchziehen. Die Hütte, die auf 1767 m von Wiesen und den Gipfeln der Piccole Dolomiti umgeben ist, wurde dem Hauptmann der Alpinisten, Pompeo Scalorbi, Seele der A.N.A. Verona, gewidmet. Die Vereinigung leitet derzeit die sich im Besitz der Provinz Trient befindlichen Hütte.Öffnungszeiten20. Juni – 20. September jeden TagBevor Sie Ihre Wanderung starten, kontaktieren Sie immer den Hüttenwirt, um die Öffnung zu überprüfenRoutenVom Rifugio Pompeo Scalorbi kann man am Rifugio Mario Fraccaroli vorbei zum Cima Carega aufsteigen (Gehzeit: 1,40 Stunden, Schwierigkeitsgrad: E) und zum Monte Obante (Gehzeit: 1 Stunde, Schwierigkeitsgrad: E).

ALPE POZZA “VINCENZO LANCIA”

Unterhalb des Col Santo, im Herzen des Pasubio gelegen, ist das Rifugio Alpe Pozza „Vincenzo Lancia“ die optimale Station, um die alten Spuren der Hirten oder der Geschichte des Ersten Weltkriegs zu entdecken, die in diesen Bergen einige der blutigsten Kapitel geschrieben hat. Die Hütte wurde 1939 von der SAT von Rovereto eingeweiht. Sie wurde auf den Ruinen eines ehemaligen österreichisch-ungarischen Militärgebäudes errichtet und dem Autopionier Vincenzo Lancia gewidmet. Der Weg hinauf ist leicht und belohnt mit weiten Ausblicken, entspannenden Weiden und einem kleinen charakteristischen Kirchlein. Die Hütte ist im Winter das Ziel vieler Tourengeher und Schneeschuhwanderer.Öffnungszeiten26. Dezember – 6. Januar, an den Wochenenden von Dezember bis einschließlich März1. Juni – 30. September, an den Wochenenden bis Ende OktoberBevor Sie Ihre Wanderung starten, kontaktieren Sie immer den Hüttenwirt, um die Öffnung zu überprüfenRoutenDie Überquerung zum Rifugio Achille Papa kann entlang des SAT-Weges 105 durch das „heilige Gebiet des Pasubio“- ein Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs – erfolgen (Gehzeit: 3 Stunden, Schwierigkeitsgrad: E). Von der Hütte kann man außerdem die Aufstiege auf den Col Santo machen (über die Selletta del Col Santo – Gehzeit: 50 Minuten, Schwierigkeitsgrad: E) oder auf den Monte Corno Battisti über die Bocchetta delle Corde, Bocchetta Foxi und Selletta Battisti (Gehzeit: 1,15 Stunden, Schwierigkeitsgrad: E).

BAITA TONDA MARTINELLA

Das Rifugio Baita Tonda ist die einzige runde Alpenhütte. Das Gebäude wurde 1948 (zur Zeit der Skipioniere) mit einem Kamin in der Mitte geplant. Es hat seine charakteristische Form auch nach einer kürzlich durchgeführten Renovierung behalten, wobei besonders auf Stil und Nachhaltigkeit geachtet wurde.Wer sich entscheidet, hier auf 1603 m auf dem Dosso della Martinella zu übernachten, wird entdecken, dass sogar der Schlafsaal rund ist. Die Hütte liegt an den Pisten der Ski Tour dei Forti. Im Sommer kann sie Ausgangspunkt für entspannende Spaziergänge oder Ausflüge in die Geschichte des Ersten Weltkriegs sein.ÖffnungszeitenVom Anfang Juni bis 20. September und von Ende November bis die Liftanlagen in Betrieb bleibenRoutenAuf dem Friedensweg erreicht man von der Hütte in wenigen Minuten zu Fuß die Ruinen des früheren österreichisch-ungarischen Forts Dosso delle Somme. Von dort ist es möglich, entlang einer alten Militärstraße nach Serrada zurückzukehren (Gehzeit: 1,15 Stunden, Schwierigkeitsgrad: T). In 1 Stunde Gehzeit erreicht man Passo Coe und von dort den Monte Maggio (Gehzeit: 1 Stunde, Schwierigkeitsgrad: E) mit seinem immer noch bestehenden Netz aus Laufgräben. In der Nähe des Passes befindet sich die Gedenkstätte Malga Zonta (dem Martyrium des Widerstandes gewidmet) und das Museum „Base Tuono“, das in einer früheren Militärbasis der NATO entstanden ist und von den Jahren des Kalten Krieges erzählt.

Rifugio Monte Baldo

Zwischen dem Monte Telegrafo und Monte Altissimo, auf den Blumen übersäten Hängen des Monte Baldo, steht das Rifugio Monte Baldo. Es wurde 1924 in der Nähe der Wallfahrtskirche Madonna delle Neve gebaut, die wiederum im 16. Jh. errichtet wurde und Ziel vieler Pilger war. Über den kleinen Kinderspielplatz werden sich die Kinder und ihre Eltern freuen, die die typischen Gerichte der Trentiner Küche in der entspannten Atmosphäre des Val Domenegal genießen, in dem die Tiere auf sanften Hängen an der Grenze zwischen dem Trentino und dem Veneto weiden.ÖffnungszeitenEnde März – Mitte NovemberBevor Sie Ihre Wanderung starten, kontaktieren Sie immer den Hüttenwirt, um die Öffnung zu überprüfenRoutenVon der Hütte ist das Rifugio Monte Telegrafo oberhalb des Gardasees in 4,30 Stunden Gehzeit erreichbar. In 5 Stunden ist der Rundkurs zu schaffen (Start und Ziel an der Hütte), der zum Klettersteig Gerardo Sega (mittelschwer) in der Felswand des Monte Coalaz führt, die unvermutet aus der Vegetation auftaucht.

RIFUGIO FINONCHIO “F.LLI FILZI”

Nimm ein Parallelepiped und setze ein Tonnendach darauf, dann hast du das Finonchio „Fratelli Filzi“: Es ist ein sehr originelles Gebäude, das an die Brüder Filzi erinnert. Es wurde 1930 von Alpinisten aus Rovereto auf dem Gipfel gebaut und 1957 komplett renoviert, nachdem es im Zweiten Weltkrieg beschädigt worden war. Die Hütte ist für Groß und Klein leicht erreichbar, hat ein außergewöhnliches Panorama – mitten in den weiten und entspannenden Wiesen des Finonchio – und wurde im Sommer 2014 wieder (wie schon vor fast 90 Jahren) mit der Unterstützung der Mitglieder der SAT von Rovereto erneuert.ÖffnungszeitenSOMMER: 20. Juni – 20. SeptemberWINTER: nach dem 20. September an allen Wochenenden bis Weihnachten 27. Dezember – 8. Januar, jeden TagJanuar – Juni an den WochenendenBevor Sie Ihre Wanderung starten, kontaktieren Sie immer den Hüttenwirt, um die Öffnung zu überprüfenRoutenWenn man die Rückfahrt vorbereitet, ist es möglich, die gesamte Überquerung des Monte Finonchio ohne Schwierigkeit zu machen. Es geht von Guardia di Folgaria oder von Serrada zur Hütte hinauf und dann auf der nach Vallagarina abfallenden Seite des Berges bis zur Ortschaft Moietto hinab (Gehzeit: 1,15 Stunden, Schwierigkeitsgrad: E).

Rifugio Altissimo “Damiano Chiesa”

Man kommt am Rifugio Altissimo Damiano Chiesa an und glaubt, in Norwegen zu sein, mit dem Gardasee, (2000 m weiter unten) der sich in die Berge einfügt wie ein Fjord – blau – schmal und sehr tief. Was dich noch zum Staunen bringt, ist die Gastfreundschaft von Danny Zampiccoli, dem Betreiber der Hütte. Der Bergführer begrüßt dich mit einem Schulterklopfen. Er glaubt, dass man als Kunde an der Hütte ankommt und als Freund geht und dass in der Küche noch vor dem Essen die Liebe zum Kochen kommt. Das sind die Geheimnisse dieser Hütte auf dem Baldo, die im Sommer (und oft auch im Winter) zu den beliebtesten und meist besuchten im Basso Trentino ist.Öffnungszeiten*Jeden Tag von Anfang Mai – Ende OktoberAn jedem Wochenende von November – MaiBevor Sie Ihre Wanderung starten, kontaktieren Sie immer den Hüttenwirt, um die Öffnung zu überprüfenRoutenDie Hütte liegt wenige Meter unterhalb des Gipfels des Monte Altissimo di Nago und wird als Ziel betrachtet. Beim Aufstieg treffen die Wanderer auf viele Zeugnisse des Ersten Weltkriegs. Wenn man von San Giacomo heraufkommt, gibt es im Bereich der Malga Campo interessante Beispiele ländlicher Architektur, die für silvopastorale Systeme genutzt werden. Auf dem Weg Nr. 651 erreicht man über die Gipfel oberhalb des Gardasees in 5 Stunden das Rifugio Telegrafo. Zum Rifugio Altissimo kommen im Winter auch viele mit Tourenskiern und Schneeschuhen vom Skigebiet oberhalb von Malcesine.

MARIO FRACCAROLI

Das Rifugio Mario Fraccaroli ist auf 2236 m Höhe das höchstgelegene der Piccole Dolomiti kurz unterhalb des Cima Carega. Von dort oben schränkt nichts den Blick ein, und mit ein bisschen Glück kann man an klaren Tagen das Meer in süd-östlicher Richtung sehen. Obwohl die Hütte auf Trentiner Gebiet steht, gehört sie dem CAI Verona. Dieser wollte 1952 „ein Haus in großer Höhe“ für die zahlreichen Alpinisten und Wanderer bauen, die wann immer möglich aus dem Flachland hinaufsteigen und in den Piccole Dolomiti die ersten vertikalen Wände finden.ÖffnungszeitenVon 15. Juni bis 20. SpetemberIm Winter offen nur durch auf Reservierung (Gruppen)RoutenDer Cima Carega ist von der Hütte in wenigen Minuten ohne besondere Schwierigkeiten erreichbar.

MALGA ZUGNA

Es gibt mindestens drei gute Gründe, um zum Rifugio Malga Zugna hinaufzugehen: In die Natur eintauchen und den weiten Ausblick genießen, die Ereignisse des Ersten Weltkriegs in diesen Bergen nachvollziehen, die voller Geschichte sind und die Sterne von der Sternwarte aus beobachten, die das Museo Civico di Rovereto auf 1617 m Höhe gebaut hat. Außerdem gibt es in der Nähe der Hütte einen „land-art“-Pfad. Das Gebäude existiert seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts und wurde von der Stadt Rovereto komplett renoviert. Kürzlich wurden aber auch Kriegszeugnisse wiederhergestellt, die sich entlang der Zugangsstraße befinden, also über den Monte Zugna Richtung Passo Buole.Öffnungszeiten20. Juni – 20. September jeden Tagdas ganze Jahr über an den WochenendenBevor Sie Ihre Wanderung starten, kontaktieren Sie immer den Hüttenwirt, um die Öffnung zu überprüfenRoutenDie Durchquerung Richtung Passo Buole (Gehzeit: 1,40 Stunden, Schwierigkeitsgrad: E) ist aufgrund der Zeugnisse des Ersten Weltkriegs, auf die man schon nach einer halben Stunde am Monte Zugna trifft, historisch sehr interessant. Wenn man von Albaredo auf der ehemaligen Militärstraße zur Hütte hinaufgeht, stößt man auf das sogenannte „Schanzwerk“, das ein Vorposten (saniert) des italienischen Heeres war.