Palazzo Lodron

Residenz der Grafen Lodron, der wichtigsten Adelsfamilie des Lagertals

Das Gebäude im Zentrum von Nogaredo unweit des Rathauses war der Wohnsitz einer der bedeutendsten Familien des Lagertals, der Grafen Lodron.

Ein Teil der Familie war nach Salzburg gezogen und hatte dort eine freundschaftliche Beziehung zu Wolfgang Amadeus Mozart aufgenommen: Der österreichische Komponist komponierte die Serenata Lodron (Lodronische Nachtmusik) für die Gräfin Antonia Lodron, deren Kinder er Klavierstunden gab.

Herausragendste Persönlichkeit der Familie war zweifelsfrei Paris Lodron, Erzbischof von Salzburg von 1619 bis 1653. Er war es, der Santino Solari, den Architekten des Salzburger Doms, darum bat, das bereits bestehende Gebäude zu vergrößern und im Innern der Residenz die Kapelle San Carlo Borromeo zu errichten, die von Donato Mascagni mit Fresken verziert wurde.

Durch ein mit dem Wappen der Familie (ein roter Schild mit einem aufgerichteten Löwen) geschmücktes Tor gelangt man in den Garten der Kirschbäume und zum Gebäude selbst.

Der Eingang zum Gebäude wird von einer Kalkfigur gekrönt, die einen königlichen Würdenträger in Rüstung zeigt (wahrscheinlich Nicolò, Paris’ Vater). Im langen Hauptgebäude befindet sich der Sala del Giudizio, in dem die Hexenprozesse von 1646-1717 stattfanden. In den anderen Sälen des Hauptgebäudes werden heute viele Konzerte, kulturelle Veranstaltungen und Hochzeiten angehalten.

Einer der Seitenflügel beherbergt heute das Hotel Relais Palazzo Lodron.

Info and Landkarte

Palazzo Lodron

Via conti Lodron
38060 Nogaredo (TN)

Infos anfordern

Infos anfordern